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VfB Altena gründet sich am 23. März 1912

Teil 1

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Teil 3

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Teil 4

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Teil 5

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Verdiente Mitglieder des VfB Altena

Franz Westerwell: ,,Vater des Fussballs"

Der Ehrenvorsitzende des VfB war zunächst bei der Konkurrenz aktiv. 1919 gründete er den TV Deutsche Eiche Altena, doch führte er diese Abteilung schon 1921 geschlossen zum VfB, wo er zweiter Vorsitzender wurde. Franz Westerwell avancierte zum ,,Vater des Fußballs" in Altena. Von 1922 bis 1937 stand er  als erster Vorsitzender an der Spitze des Clubs. Er sorgte dafür, dass der VfB Altena am Pragpaul einen guten Sportplatz erhielt. Vorher, am Linscheid, hatte der Club ein kümmerliches Zuhause. Franz Westerwell organisierte den Ausbau des Geländes mit eigenen Kräften und führte den VfB in die höchsten Spielklassen Südwestfalens. Er baute in der Öffentlichkeit die Aversionen gegen den Fußball ab und machte den Club gesellschaftsfähig.

Schon bei der 25-Jahr-Feier wurden seine Verdienste um den Verein mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden gewürdigt. Zu den höchsten Instanzen hatte Franz westerwell besten Kontakt. 1930 wurde er mit der Goldenen Ehrennadel des damaligen WSV ausgezeichnet. 1936 erhielt er die Goldene ehrennadel des VfB Altena und 1952 die des WFuLV. Zehn Jahre vertrat er den VfB als Vorsitzender der Kreissruchkammer im Kreisvorstand und war auch zwei Jahre Beisitzer in der Beziksspruchkammer Sauerland.

AK vom 29.02.2012

Moritz Steinwasser schuf die Basis

Nach Franz Westerwell hat Moritz Steinwasser die Geschichte des VfB Altena wesentlich mitgeprägt. Hier einige  Zahlen: Moritz Steinwasser trat 1940 in den VfB ein. 1945 übernahm er als 38-Jähriger den Vorsitz bis 1958. Damals legte er noch eine zweijährige Pause ein, doch von 1960 bis 1964 machte er 17 Jahre als erster Vorsitzender voll. Moritz Steinwasser verstand es immer, Männer für den Fußball zu begeistern und besonders für seinen VfB. Er schuf die Basis, auf der noch heute gearbeitet wird. Dass der WFV ihm ,,nur" die Silberne Ehrennadel verliehen hat, ist vermutlich auf die sprichwörtliche Bescheidenheit von Moritz Steinwasser zurückzuführen. Der VfB dankte ihm mit der Ehrennadel in Gold und schon 1958 mit der Ehrenmitgliedschaft. Der VfB Altena ist auch stolz darauf, dass sein langjähriger Vorsitzender als dritter Bürger der Stadt Altena - nach Fritz Berg und Fritz Hesse - mit der Harkort-Medaille ausgezeichnet wurde. Er hat sie sich aufgrund seiner Verdienste um die berufliche Ausbildung der Jugend als Leiter der Lehrwerkstatt Altena verdient.

AK vom 02.03.2012

Heinz Hübenthal: Der Mann für alle Fälle!

Heinz Hübenthal war ein Ehrenmitglied des VfB Altena, das von frühester Jugend an seinen Club verbunden war. Von der Schüler- über die Jugend-Mannschaft kam er in die erste Garnitur und nach dem Zweiten Weltkrieg stand er noch als 50-jähriger in der Alt-Herren-Mannschaft auf dem Feld. Wenn Vorsitzender Moritz Steinwasser Sorgen um seinen VfB hatte, dann wandte er sich an Heinz Hübenthal.

Offizielle Ämter im Verein hat Hübenthal aber fast nie übernommen. Er stellte sich selbst eine Aufgabe und brachte sie dann auch zu Ende. Als nach dem Zweiten Weltkrieg-um nur ein Beispiel zu nennen- kein geeigneter Jugendtrainer zur Verfügung stand, übernahm er diese Aufgabe und führte seine Mannschaft zum Südwestfälischen Vizemeistertitel. Erst 1958 ,,musste" er ein Amt im Vorstand übernehmen. Als vorsitzender des Sportausschusses und Mitglied des engen Vorstandes hatte er maßgeblich Anteil daran, dass der VfB seinen heutigen Platz erobert hat. Seine Frau Wally stand ebenfalls hinter ,,ihrem" VfB und die Mannschaft fuhr zu jener Zeit am liebsten an die Sorpe. Mehr als 40 Jahre lang zählte Heinz Hübenthal zu den Förderern des Vereins und es gab dabei viele Jahre, in denen er der einzige war. Der VfB Altena sollte das nie vergessen.

Karl Mintenbeck leitet den Aufschwung in den 70er Jahren ein.

Mit einem Namen ist der in den 70er Jahren eigeleitete Aufschwung beim VfB Altena ganz eng verbunden: Karl Miltenbeck. Seine Vorfahren stammen aus Wiblingwerde, er selbst wurde am 4. 11. 1929 in Bochum geboren.

Dem Sport war Miltenbeck, dessen Trainerlizenz die Unterschrieft von Sepp Herberger trug und der 1940 sogar für den Olympiakader der Fussballer vorgesehen war, Zeit seines Lebens verbunden. Nach dem Zeiten Weltkrieg kam er über Allendorf/Sorprsee, woer als Spielertrainer fungierte,nach Altena. Die damaligen Verantwortlichen des VfB, in erster Linie Heinrich Hübenthal, sorgten für seinen Wechsel in der Burgstadt. Als Spielertrainer und Spielführer fand er im VfB Altena seine neue sportliche Heimat. Sein Engagement brachte es mit sich, dass er sich im gesamten westfälischen Fußballbereich einen Namen machte.

 Sein berufliches Standbein fand er im damsligen Verlag P.A. Santz, in dem er sich vom Schtiftsetzer bis zum Chef-Redakteur und darüber hinaus zum Herrausgeber und Mitinhaber hocharbeitete. Als Journalist hat er das kommunalpolitische Leben in Altena und Nachrodt prägend und kritisch begleitet. Unvergesse sind seine deftigen Kommentare, die über Jahrzehnte hinweg im Alteneaer Kreisblatt das ,,Salz in der Suppe" des täglichen Redaktionslebens bedeuteten.

 Er war ein Mann mit vielen ,,Ecken und Kanten", aber er hatte ein untrügliches Gespür dafür, alles, was ihm nicht ,,astrein" erschien, zu ergründen. Das weckte seine Neugier, Spornte ihn an und lockte ihn hinter die Kulissen. Das ,,Jagdfieber" des Journalisten Karl Miltenbeck war geweckt-der Leser erfuhr aktuell und detailliert viel Wissenswertes, vorder-und Hintergründiges, Gutes und Schlechtes, kurz alles, was interesant, berichtens- und kommentierenswert war. So enthüllte er beispielsweise auch den Skandal um den ehemaligen Gemeindedirektor Krüger in Nachrodt.

 Im VfB Altena zeigte er über jahrzehnte hinweg als Vorstandsmann und ab 1969 als Führungsratvorsitzender die Richtung an. Er galt als ,,der" Verfechter für den Großsportverein in Altena und war von der Richtigkeit seines Handels überzeugt. Davon ließ er sich weder von Freund noch Feind abbringen. Zum Teil hat er diese Wünsche in die Tat umsetzen können, als er Mitte der 70er Jahre, die Sparten Schach, Tischtennis, Handball und sehr später auch noch American Football in den bisherigen Fußballverein VfB Altena holte. Das Sportförderprogramm der Stadt Altena und die entsprechenden Richtlinien gehen nicht zuletzt auf Anregung zurück, die Karl Mintenbeck gab.

 Nicht alles, was ihm vorschwebte und was er in die Tat umsetzen wollte, ist ihm gelungen. Nicht alles lief so, wie er sich das vorstellte. Dennoch hat eine ganze menge bewirkt und bewegt. Stellvertretend dafür sei hier nur die Neugestaltung des Sportplatzes am Pragpaul und die Errichtung einer Kunstrasenfläche in Altena genannt. Vielen jungen Fußballern hat er beruflich den Weg geebnet und sie in verantwortungsvolle Positionen gebracht. In der Regel arbeiteten bis zu sechs Leitungsträger der VfB-Fußballer in seinem Unternehmen. So war es möglich, dass sich der Club einige Jahre in der Verbandsliga behaupten konnte.

 Das jähe Ende seines jounerlistischen Wirkens Ende der 70er Jahre war für ihn persöhnlich ein schwerer Schlag. Seine Aktivitäten konnte diese Entwicklung jedoch nicht stoppen. Unter anderem war er auch noch beruflich für den Kommunalverband Ruhrgebiet tätig. In dieser Zeit verfasste er auch zwei Bücher. Mit ,,Es begann 1948" die Geschichte des Ruhrgebietssports im Spiegel der Presse und mit ,,Olympia und das Ruhrgebiet" ein Buch über alle Olympiateilnehmer und Olympiasieger des Ruhrgebietes seit 1896.

 Karl Mintenbeck wurde für seine Verdienste mit der Goldenen Ehrennadel des VfB Altena ausgezeichnet, erhielt die Goldene Verdienstnadel des Fußballkreises Lüdenscheid und des Westdeutschen Fußballverbandes. Von der Stadt Altena wurde er mit dem Ehrensiegel sowie der Ehrenplakette bedacht. Er starb in der Nacht zum 1.Oktober 1990 im Alte von 69 Jahren. Seine Weggenossen werden sich noch lange an ihn erinnern. Die Zahl derer, die ihm beruflich oder sportlich viel verdanken, ist groß. Der VfB Altena wird ihn nie vergessen.

 

Eines der ersten Bilddokumente bei einem Fussballspiel des VfB auf dem damaligen Platz am Linscheid (Heutiges VDM Gelände)
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