1959-1973

VfB steigt 1969 in die Landesliga auf

Erstaunlich war, dass sich die Mannschaft in der folgenden Spielzeit in derselben Besetzung mit deutlichem Abstand den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse erkämpfte. Damals waren Spieler aus der eigenen Jugend herangewachsen, die viele Jahre für den VfB Altena spielten. Neben Wilhelm Wigge, Hubert Fuchs, Heino Springob, Günter Klimke, Heinz Richardt und Alfred Packruhn, um nur einige zu nennen, kamen jetzt auch Heinz-Gerd Vormann, Dieter Sudbrack, Hubert Thomas, und Uli Dammann in die erste Mannschaft des VfB, in der sie zwölf Jahre und länger der Altenaer Sportjugend ein Vorbild waren. Fast wäre schon 1966 der Aufstieg in die Landesliga geglückt, als man vier Spieltage vor Schluss nur noch zwei Punkte zum Titelgewinn benötigte. Doch eine Mannschaftskrise trug dazu bei, dass das in greifbare Nähe gerückte Ziel doch nicht erreicht wurde. Als der VfB 1968 unter Rechtsanwalt Hubert Droste einen neuen Vorstand bildete, wurden abermals alle Kräfte des Vereins mobilisiert.

Geschichte_2
Der VfB Altena gewann 1968 mit dieser Mannschaft sensationell im Innsbrucker Olympiastadion gegen den damaligen österreichischen Vize-Meister Wacker Innsbruck mit 2:1. Unser Foto Zeit von links: Schöne, Dr.Pavlovic, Schulte, Dephilipp, Kühl, Klinke, Dammann, Häpp, Schwarzkopf, Schulte, Vormann sowie knieend Palla, Kovacs,Sudbrack, Hempfner, Beuthner und Brieden.

Mit Trainer Dr. Pavlovic wurde ein ganz hervorragender Fußball-Lehrer verpflichtet, der die an Lebensjahren verhältnismäßig alte VfB Mannschaft zu Höchstleistungen anspornte. 16 Spiele lang blieb der VfB unter dem neuen Trainer unbesiegt. Gegen Ende der Saison war der VfB Tabellenführer und es kam zu einem Kuriosum in der Vereinsgeschichte. Im März 1969 wurde Trainer Dr. Pavlovic abgelöst. Sportlehrer Karlheinz Sanden übernahm das Amt und der VfB holte mit einem Punkt Vorsprung vor der Spvg. Olpe den Gruppenmeistertitel und sicherte sich den Aufstieg in die Landesliga Südwestfalen. Das erste Jahr in der Landesliga bestritt der VfB mit denselben Spielern, die auch den Aufstieg in diese Klasse geschafft hatten. Lediglich Alfons Sikora stieß zum Kader der „Ersten“ hinzu. Mit dem vierten Rang hatte der Neuling am Ende der Saison einen ausgezeichneten Einstand gegeben. 

Geschichte_3
Die erste Mannschaft des VfB Altena vor dem entscheidenden Spiel um die Landesliga-Süd-Meister­schaft in Neheim im Jahre 1972. Die Begegnung endete nach 90 dramatischen Minuten vor 4000 Zu­ schauern 1:1-Unentschieden. Vor dem Quatier in Langscheid / Sorpesee stellten sich: Trainer Wepner, Kulow, Betreuer Schwarzelühr, Dahmen, Schaefer, Sudbrack, Broschk, Brieden, Bellok, Damiani, Konetzko, Dammann, Olten, Henke und Andexer (von links).

Auch im zweiten Landesliga-Jahr hielten sich die Altenaer beachtlich. Die Mannschaft unter Trainer Werner Hengstebeck konnte zwar nicht ganz an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen, der Klassenverbleib geriet dennoch nicht in Gefahr.  Der Club kam dann aber in eine prekäre Situation, denn abgesehen von Wolfgang Schaefer war in den vorherigen drei Jahren kein Spieler aus der eigenen Jugend in den Kader der „Ersten“ hineingewachsen. Außerdem erhielt Alfons Sikora zum Ende der Saison einen Lizenzspieler-Vertrag bei Borussia Dortmund. Für das dritte Landesliga-Jahr wurde Trainer Karl-Heinz Wepner aus Dortmund verpflichtet und eine ganze Anzahl junger Spieler kam nach Altena. Im 60. Jahr der VfB Geschichte führte Trainer Wepner die Altenaer nach einem harten Zweikampf mit dem Gruppenmeister SC Neheim-Hüsten auf Platz zwei – mit zehn Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten der Landesliga Südwestfalen.