Altena – Bald sollen wieder Tore geschossen werden auf dem Rasen des Reinecke-Stadions. Einstweilen aber gleicht die Sportfläche mehr einer Straßenbaustelle.

Im Moment erinnert der Belag des Platzes das ungeschulte Auge an Asphalt. „Das ist kein Asphalt, das ist Gummi“, sagt ein Mitarbeiter der Firma Sport Heiler aus Bielefeld, die dort tätig ist. Sie bereitet das Verlegen des Rollrasens vor. Bevor die 3,5 Zentimeter starke Gummimischung mit einem Fertiger aufgetragen wurde, fuhr noch einmal eine Walze über die mit einer großen Menge Schotter aufgefüllte Fläche, damit der Untergrund auch wirklich eben war. Zwei Tage lang muss die schwarze Auflage aushärten, dann kann das Verlegen des Rollrasens beginnen. 

Heute oder morgen dürfte es soweit sein. Dazu rückt eine andere Kolonne der Firma Heiler an. Der Rollrasen liegt in großen Ballen bereits bereit. Er wird eine Fläche von 109 mal 70 Metern bedecken, mithin 7630 Quadratmeter. Der Rollrasen wird anschließend gesandet – die zunächst vorgesehen Füllung mit kleinen Kunststoffpartikeln wurde aus ökologischen Gründen aufgegeben. Die Arbeiten sind allerdings sehr vom Wetter abhängig. Drei bis vier Wochen, so heißt es vor Ort, dürften noch vergehen. „Zum Monatsende müssten wir fertig sein.“

Der Kunstrasen wird in vier Meter breiten und knapp 70 Meter langen Bahnen geliefert. Zu Beginn wird die Bahn mit der Torauslinie ausgerollt. Ist die erste Bahn ausgerichtet, werden im Folgenden die grünen Bahnen bis zur Mittellinie ausgelegt. Um die Bahnen miteinander zu verbinden, werden diese verklebt. Die Verklebung erfolgt miteinander. Eine Verbindung mit der Elastikschicht erfolge nicht, damit der Kunstrasen sich bei Temperaturänderungen bewegen könne, erklärten die Bauarbeiter vor Ort. Waren zunächst rund 300 000 Euro für die Maßnahme angesetzt, so rechnet die Stadtverwaltung jetzt mit Aufwendungen von bis zu 500 000 Euro.